Und jetzt bitte direkt in die Kamera

 Podiumsdiskussion nach der Lesung mit Thomas Loibl (rechts außen) u.a.

Podiumsdiskussion nach der Lesung mit Thomas Loibl (rechts außen) u.a.

Mit: Thomas Loibl, Katharina Pichler, Wolfram Rupperti, Hanna Scheibe

Inszenierung + Sounddesign: Fiete Wachholtz
Dramaturgie: Laura Olivi

von Mohammad Al Attar
szenische Lesung

Premiere: 05.11.2016

Theater: Marstall - Residenztheater München

"Zuerst brüllten die Leute nur die immer gleichen zwei, drei Slogans, doch dann erfanden sie neue. Dafür mussten sie so viel über die eigene Sprache nachdenken, dass sie neu entstand, frei von den Klischees des Regimes." - Mohammad al Attar

Im Rahmen von WELT.BÜHNE I richtete ich eine szenische Lesung mit vier SchauspielerInnen des Residenztheater ein. Der syrische Autor al Attar setzte sich sowohl mit dem Mut als auch der Angst auseinander, die die Revolution im eigenen Land ausgelöst hat. Und mit den grausamen Repressionen, die das Regime gegen jeden Widerstand einsetzte.  Um den dokumentarischen Charakter des Stückes beizubehalten, arbeitete ich unter anderem mit Text-Aufnahmen die ich als Teil der Inszenierung in eine raumgreifende Soundcollage integrierte. Durch das Weglassen der eingeschriebenen Kamera und Übertragen auf die Anwesenden versuchte ich das Publikum zum Zeugen von Verfolgung, Misstrauen und dem Bedürfnis nach dem eigenen Erinnern und Fixieren des Erlebten zu machen.

Projektseite des Residenztheaters

© Foto: Konrad Fersterer

Regie, 2016Fiete Wachholtz